Versandkosten für Sachbezüge

26.12.2016

Sind Versandkosten für Sachbezüge, die ein Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern gewährt, in die Berechnung der Freigrenze von 44 EUR einzubeziehen?

Die G-GmbH betreibt eine Spedition und hatte ihren Arbeitnehmern im Rahmen eines Prämiensystems für unfallfreies Fahren und den pfleglichen Umgang mit den Fahrzeugen die Möglichkeit eingeräumt, bei einer Fremdfirma Waren (z. B. Textilien und Haushaltsgegenstände) zu bestellen. Die Fremdfirma stellte der G-GmbH hierfür in der Regel einen Betrag von 43,99 EUR (brutto) sowie Versand- und Handlingkosten von 7,14 EUR (brutto) in Rechnung. Weil damit die Freigrenze von 44 EUR im Monat überschritten war, nahm das Finanzamt die G-GmbH für die nicht von ihr einbehaltene und abgeführte Lohnsteuer in Haftung. Die G-GmbH machte hingegen geltend, die Übernahme der Versand- und Handlingkosten führe bei ihren Arbeitnehmern zu keinem geldwerten Vorteil und sei daher nicht in die Freigrenze miteinzubeziehen. Das Finanzamt bekam beim Finanzgericht Recht.

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